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07 Sep

Fr 05. September 2014 - Wenn es gewittert sollte man...

Veröffentlicht von Chaos&Katastrophe  - Kategorien:  #Reisetagebuch

Fr 05. September 2014 - Wenn es gewittert sollte man...

... nicht unter Bäumen stehen. Mhm, irgendwie nimmt das hier niemand so wirklich Ernst.
Im Gegensatz zu gestern hatten wir nicht nur strömenden Regen, sondern auch noch ein mächtig lautes Gewitter.

Wir waren wie immer am Zäune flicken und Disteln hacken, als es plötzlich anfing zu schütten und schließlich blitze und donnerte, als gäbe es kein Halten mehr. Was machen wir natürlich? Flüchten - unter die wunderbaren, großen Bäume! Und Tatsache, man bleibt dort auch mehr oder weniger trocken. Blitzeinschlag hin oder her, wenn man die Wahl zwischen dichten Laubbäumen und einer mit Wasser überfluteten Koppel hat, ziehen wir eindeutig die Bäume vor.

Ebenso wie gestern, verbrachten wir den Nachmittag auch innerhalb des Hauses, was heute aber wesentlich aufregender war.

Was ist passiert:

Problem Nr. 1 - kein Wasser.
Normalerweise bekommen wir das Wasser aus dem Fluss, der sich hier durch die Berge schlängelt. Gelegentlich tritt eben mal eine Kuh ungünstig auf die Wasserleitung, hierbei ein dicker schwarzer Schlauch, und sorgt für ein Leck. Dann heißt es, laufe den gesamten Schlauch ab, bis du die Problemzone gefunden hast, gehe wieder zurück, hole dein Werkzeug etc. und laufe wieder hin um das Problem zu beheben. Naja.... das Wasser läuft wieder und ist auch warm.

Apropos Wasser, wir haben ständig Abfluss Probleme. Los ging es in der Dusche, welches sich allerdings einfach beheben lässt, indem man den Filter im Abfluss herausnimmt und sämtliche Frauenhaare entfernt. Ekelfaktor hoch zehn! Gleich darauf folgte der Abfluss in der Küche, hier wird es schon etwas tricky. Wenn man nicht gerade einen Pömpel zur Verfügung hat, kippt man jede Menge heißes Wasser und Spülmittel den Abguss hinunter, um die Fettschichten der letzten drei Wochen zu lösen. Ekelfaktor: Geringer als in der Dusche!
Und unser drittes Dilemma, unser Waschbecken im Mädchenklo. Wir müssen zugeben, so richtig trauen wir uns nicht mehr, Brian auch damit auf den Nerv zu gehen, so viele Abflüsse in so kurzer Zeit lassen auch schnell auf mutwillige Zerstörung schließen. Obwohl dies natürlich das Letzte ist was wir wollen.

Problem Nr. 2 - der Feuermelder.

Hihi, japp, heute ging plötzlich der Rauchmelder los und wir wussten anfangs gar nicht warum. Bis Marie plötzlich eine geschmolzene Handkehrerschaufel auf dem Ofen fand, deren Plastik nun flüssig und furchtbar stinkend und dampfend über das heiße Metall lief.

Wir möchten jetzt keine Angaben dazu machen, wer hier was wo liegen lassen hat und wer nicht richtig aufgepasst hat beim Feuer entzünden, nur kurz: Wir haben das Problem mehr oder weniger wieder in den Griff bekommen. Der Gestank konnte durch Lüften bekämpft werden, das flüssige Plastik ließ sich noch abwischen und dem Rauchmelder konnte man die Batterie klauen. Nur der Handkehrer ist jetzt hin und wird nun endgültig im Ofen verbrannt.
Brian hat dazu nicht viel gesagt, nur gelacht, als vier kleine Mädchen reumütig mit großen Augen auf dem Sofa saßen und versuchten den Gestank zu erklären.

Kurzzusammenfassung: Das passiert uns ganz bestimmt nicht noch mal! Oder vielleicht doch?

LG
Marie & Tina

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