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02 Dec

(Marie) 24.10. – 30.10.2014 – Gotta Tell U Something

Veröffentlicht von Chaos&Katastrophe  - Kategorien:  #Reisetagebuch

Am Montag ging es dann für mich (und Eva) zu erst einmal erneut die Queen Street runter zum Hafen, um dort in einen Bus Richtung Norden einzusteigen. Ungefähr auf der Hälfte verließ mich Eva, da sie in Whangarei einen Au-Pair-Job für eine Woche gefunden hatte. Für mich hieß es aber, dass meine Reise alleine weitergehen wird. Zurück zu der Farm, wo wir doch viel zu lange schon waren.

Angekommen am Zielort wurde ich nicht nur von Brian begrüßt, sondern auch von 3 Schweden (Sam, Sebastian & Anna), welche mit mir eine Weile auf der Farm leben würden. Schon nach kurzem stellten wir fest, dass sich viele Wörter zwischen den beiden Sprachen ähnelten. :D Auch wenn sie seltsam ausgesprochen wurden.

Nach Tauranga und Auckland freute ich mich schon richtig auf das doch sehr ruhige Farmleben. Manchmal braucht man einfach eine Auszeit von der hektischen Welt um einen herum.

Schlussendlich auf der Farm angekommen traf ich dann noch auf Chloe (aus Australien), Cara (aus Malaysia, lebt aktuell in Japan), Marroussia (aus Frankreich) und Martin (aus Deutschland). Demzufolge war es von Anfang an klar, dass ich in der Zeit hier wahrscheinlich kaum bis gar nicht Deutsch sprechen werde. Da Martin grundsätzlich nur Englisch sprach und niemand anderes Deutsch kann außer ein paar sinnlose Wörter wie „Arschloch“ oder „Scheißhaus“ wurde mir endlich die Gelegenheit gegeben mich nur auf Englisch zu unterhalten. :D ENDLICH! (also langsam war ich es satt Deutsch zu reden.. pff da kommt man nach NZ um English zu sprechen, aber nein… nur Deutsche hier :D)

Meine ersten beiden Nächte verbrachte ich wohl in der coolsten Unterkunft ever. Ich hatte einen eigenen kleinen Wohnwagen für mich alleine. Das ist das erste Mal in Neuseeland gewesen, dass niemand anderes mir ständig auf dem Pelz hing. Privatsphäre YEAH! Not too bad actually. Ich konnte meine Klamotten über den ganzen „Raum“ verstreuen und es störte niemanden. Niemand der mein Chaos misstrauisch anguckt oder sonst was. Das einzige, was etwas nervig war, dass der Wifi-Empfang nur knapp in den Wohnwagen reicht, aber nicht mehr in mein Bett.

(Marie) 24.10. – 30.10.2014 – Gotta Tell U Something (Marie) 24.10. – 30.10.2014 – Gotta Tell U Something

Der nächste Tag startete für alle WWOOFER schon um 7, da Brian Geburtstag hatte. Es wurden eben mal schnell Cupcakes gebacken und mit Topping und Kerzen verziert. Kurz gesagt: Diese Cupcakes waren das ekligste an Backwaren, was ich je gegessen hatte. Cara hatte etwas zu viel Vanille-Essence reingehauen. :D Niemand ließ sich aber etwas anmerken bis Brian unser Geburtstagskind auch reingebissen hatte. Nachdem waren wir uns alle einig, dass die Hunde die Reste bestimmt liebend gerne probieren möchten.

Am Abend haben wir dann rund 90 Balloons aufgeblasen und Brian damit vor dem Abendessen überrascht. Er sagte, dass er diesen Geburtstag nie vergessen werde und dass er seit Jahren nicht so viele Glückwünsche bekommen hat, wie dieses Jahr. Anscheinend haben wir nicht allzu viel falsch gemacht. (:

Mir wurde erst wirklich am Dienstag klar, wie groß der Untershcied doch zwischen hier und Deutschland ist nachdem ich mit Mareen geskypt hatte. Während sie im kalten Deutschland festhängt und bei ihr langsam die Weihnachtsstimmung aufkommt, bin ich im verdammt sonnigen und warmen Neuseeland und kann mit dem Weihnachtsfeeling aktuell gar nichts anfangen. Weihnachten und Sommer? Impossible! Vielleicht ändert sich das noch im Laufe der Zeit.

Weiterhin lernte ich an diesem Tag drei neue Kartenspiele kennen: Bubble, Turtle und Sevens. Wobei Bubble wohl das lustigste daran war. Leider war Doppelkopf zu schwer zu erklären auf Englisch, sodass ich noch niemanden gefunden habe, mit dem ich das spielen könnte. ):

Chloe und ich haben außerdem festgestellt, dass sich Schwedisch nicht nur lustig anhört, sondern ein wenig der Sprache von deutschen Minions ähneln würde. :D

Meine zweite Nacht im Wohnwagen war sogar noch besser als die erste. Als ich zu Bett ging, konnte ich durch das Fenster aus meinem Bett aus die Sterne beobachten. Und am nächsten Morgen wachte ich mit der Morgensonne im Gesicht friedlich auf.

Briand BdayBriand Bday

Briand Bday

Der Mittwoch war ein wenig sehr unspektakulär. Marroussia und Martin verabschiedeten sich von der Farm, da es für sie weiter geht. Bevor sie auf die Farm gekommen sind, waren die beiden auf den Fidji-Inseln. Was sie so erzählt haben (und was ich verstanden habe, da Englisch mit französischem Dialekt nicht so leicht zu verstehen ist) hatten die beiden echt sehr viel Spaß dor.t Vielleicht ergibt sich für mich auch eine Möglichkeit dorthin zu reisen irgendwann.

Nun konnte ich endlich aus dem Wohnwagen in ein eigenes Zimmer im Haus umziehen, wo ich das perfekte Chaos fortsetzte. (: Am Abend probierten wir dann noch japanische Süßigkeiten, die Cara mitgebrachte hatte. Alles war in kleine hübsche Verpackungen gehüllt und platzsparend aber trotzdem hübsch und perfekt in eine Box gepackt. Es war überraschend normal und auch für den westlichen Gaumen geeignet. Nicht schlecht Herr Specht.

Auch der Donnerstag war spektakulär unspektakukär. Nothing to talk about.

Am Freitag war ROAD TRIP angesagt. Zum einen verließ Cara die Farm, sodass nur noch Chloe, die drei Schweden und ich hier waren. Während Brian sich auf den Weg zu einer neuen Farm begab, ging es für uns Rest Richtung Norden an die Nordküste. Schnell ein paar sehenswerte Orte von Brian abgefragt und los ging.

So war der Plan. Doch trotz anhaltendem Regen am Vormittag verschob sich die Losfahrtzeit von 8.00 Uhr auf 10.30 Uhr, aber Gott sei Dank sind wir doch gefahren.

Unser erster Stop war Kauri Kingdom in Ahipara. Ich war da schonmal mit Tina dort, doch die anderen waren mehr oder weniger nicht erstaunt von der Treppe die in den einen Baum gehöhlt war. Sehenswert, doch nach 5 Minuten ziemlich langweilig, sodass wir dann nach kurzer Zeit wieder auf der Straße waren.

Die zweite Sehenswürdigkeit, die uns Brian auf dem Weg Richtung Norden empfholen hatte, war Houhoua Harbour. Doch leider fanden wir nirgend einen Hafen, sodass wir an einem kleinen Restaurant im Nirgendwo was zum Mittag schnappten und weitergings. Erstaunlich fand ich es, dass die Schweden den wunderbar angerichteten Salat auf dem Teller ließen. Der arme (wahrscheinlich leckere) Salat.

Die Zeit im Auto verbrachten wir größtenteils mit Spielen: Neben Musik-Quiz und Tiere erraten, spielten wir auch „Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist…“. Und ich muss dazu sagen, dass meine Road Trip Kumpanen alle Mitte 20 sind. :D Wie wir doch alle Kinder bleiben im Inneren.

Der nächste Halt war an der Spirits Bay. Nachdem wir circa 20km einfach nur über Gravel Road gefahren sind, waren wir endlich an der uns empfohlenen Bucht. Doch sobald wir aus dem Auto stiegen, fing es wieder an zu regnen, sodass wir nicht lange dort blieben und schnell weiterfuhren.

(Marie) 24.10. – 30.10.2014 – Gotta Tell U Something (Marie) 24.10. – 30.10.2014 – Gotta Tell U Something
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Nach Te Hapau zu einem kleinen Picknick-Tisch, Steg und am Wasser gelegen. Am Strand fanden Sam und Chloe einen toten Baby-Hai, dem sie dann auch spontan ein paar Zähne zogen. Auch hier verblieben wir nicht lange, da sich die Wolken wieder zuzogen.

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Sodass wir dann doch schnell an der Nordspitze ankamen. Cape Reinga. Dort trifft der Pazifische Ozean auf Tasmanian Sea. Nach Maori-Legende treffen sich hier ein weiblicher und ein männlicher Ozean um sich zu verbinden. Weiterhin sollen hier die Seelen der Verstorbenen weiterwandern in ein Leben nach dem Tod.
Am Cape gab es neben unerwartet viel Wind, auch eine atemberaubende Landschaft zu bestaunen.

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Unser letzter Stop war an den Sanddünen in Te Paki. Es sieht aus als ob eine kleine Wüste einfach mitten in einen Wald gesetzt wurde. Doch sehr seltsam. Das spaßigste dabei war, dass man von einer Kante der Düne einfach springen konnte, sodass man trotzdem noch im Sand landet, aber einen kurzen Moment Flugphase hatte. :D Sehr viel Fun <3.

Danach ging es für uns wieder zurück zur Farm. Wir hatten am Freitag einen ganzen Autotank an Benzin verfahren, was doch irgendwie erstaunlich ist. Es hat sehr viel Spaß gemacht mit den ganzen coolen Leuten rauszukommen und was zu erleben. Nochmals danke für den tollen Tag.

(Marie) 24.10. – 30.10.2014 – Gotta Tell U Something
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Die nächsten beiden Tage verliefen erneut sehr spannungsentlastet. Während der Samstag ein doch sehr regnerischer Tag war, war es doch im Vergleich am Sonntag sehr viel sonniger. Doch am Sonntag verließen uns auch die Schweden, da diese zurück nach Auckland mussten um das Auto was sie sich gemietet hatten zurückzugeben. Am Nachmittag ging es dann up the hill auf eine der schönsten Blumenwiesen, die ich hier in Neuseeland gesehen habe. Endlich ist es Sommer!

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