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14 Jan

13.01.2015 – Frei fallen dauert ganz schön lange!

Veröffentlicht von Chaos&Katastrophe  - Kategorien:  #Reisetagebuch

13.01.2015 – Frei fallen dauert ganz schön lange!

Diese Erfahrung durfte heute Marie machen. Die verrückte Nudel hat sich nämlich in der Nähe von Queenstown ganze 134m in die Tiefe gestürzt. Tina blieb der weil in der Bibliothek und versuchte die Zeit mit Büchern rum zu bringen.

Für Marie ging es um 10 mit circa 30 weiteren Adrenalin-Junkies in Richtung ultimatives Erlebnis. Während die Hälfte der Businsassen sich schon beim ersten Stopp, bei einem etwas kleineren Bungee Jump (nur 43m… pff.. wie langweilig) verabschiedeten, ging es für den Rest noch ’ne Viertelstunde weiter. Der 134m hohe Bungee Jump befindet sich Richtung Cromwell auf Privatgelände und ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.
Am Ende der Busfahrt klaffte vor uns ein ~200 Meter tiefes Tal, welches unten von einem Fluss durchzogen wird. Zwischen den beiden Felsen wurden mit Stahlseilen zwei in der Luft schwebende Plattformen errichtet. Die eine Plattform dient zum Absprung der Bungee-Jumper und die zweite wird für die Swing genutzt. (Bei der Swing wird man mit Seilen an der Hüfte befestigt und wie bei einer riiiiiesigen Schaukel durch das Tal geschwungen).

Langsam überkam dann auch Marie ein leises Gefühl der Panik, wie sie es dann schaffen soll, da abzuspringen. Und das freiwillig.

Nachdem man nun schon zum 5. Mal gewogen wurde (alles muss ja seine Richtigkeit haben), bekam man noch einen Sicherheitsgurt umgelegt, und es ging auf die Aussichtsplattform von der man den Bungee-Jumpern zuschauen kann. Wenn man will. Ob man das unbedingt möchte, wenn man kurz vorm Absprung steht… ist fraglich.

Auf der Absprungplattform über dem Abgrund (zu der man nur mit einer sehr schaukeligen Gondelbahn kommt) konnte man nicht nur den anderen Verrückten durch ein Glasfenster im Boden zuschauen, man wurde auch Schritt für Schritt zwischendurch auf den eigenen Sprung vorbereitet. Während man seine eigenen Gedanken von der lauten Musik schon nicht mehr hören konnte, hatte man auf einmal Gamaschen an.

Und schon war man absprungbereit. Nur noch kurz warten bis man aufgerufen wird. Dann werden deine Füße an dem Bungee-Seil gebunden. Man watschelt zur Kante über der Tiefe. Noch ein letztes Foto. Countdown. 3 – 2 – 1. SPRUNG. Entweder man nimmt den Countdown mit, oder man zögert und hat am Ende noch mehr Panik.

Und man fällt und fällt und fällt und man vergisst alles in dem Moment. Der Abgrund kommt immer näher und das Seil greift.. Erleichterung. Adrenalin. OMG. Langsam wird man wieder hochgezogen und kommt gar nicht mehr mit der Welt klar. Und schon war es vorbei..

Beim Ausgang werden dir noch ein Zertifikat, ein T-Shirt und Fotos und Videos in die Hand gedrückt und ab ging es zurück nach Queenstown.. immer noch komplett fertig.

Zurück in Queenstown gab es eine kurze Wiedervereinigung mit Tina und nachdem wir uns entschlossen hatten doch nicht den Berg in Queenstown zu besteigen, blieb eigentlich nur noch eine Sache zu tun. Den Fergburger essen. Der wohl gehypteste Burger in NZ oder vllt der Welt. $12 und viel Zeit und Nerven kostete das Prachtstück. Ob es sich gelohnt hat, fragt ihr? Er war schon geil und hat mächtig satt gemacht.

Anschließend konnten wir endlich Queenstown verlassen mit einem chaotischen Abgang, da niemand wusste wo lang. Schlussendlich haben wir doch noch den richtigen Weg gefunden und es ging mit einer sehr kurvenbestückten Straße (Wer um Himmels willen erfindet 15km/h Kurven bergauf??) auf nach Wanaka.

In Wanaka direkt gab es nicht viel zu sehen, dafür aber im nahegelegenen Mt. Aspiring Nationalpark. Dort trafen wir nicht nur auf hunderttausende Touristen die mit Zelten und Campervans den ganzen Platz zupflasterten (Ostsee-like irgendwie), sondern auch auf unendliche Ruhe am Fluss. Für Tina hört das Abenteuer nie auf. Aus dem Glitzern des Flusses und des Sandes rumherum schloss sie zugleich, dass es dort ja auch Gold geben muss. Demzufolge hieß es für die nächste geschlagene Stunde nur noch „Guck mal Marie – das ist doch Gold!!!!“ Letztendlich hatte Tina garantiert ein paar minimale Fitzelchen von Gold auf ihren Finger kleben, die sie im nächsten Moment auch wieder verlor. Wie das Leben so ist. :D

Der späte Nachmittag näherte sich und so brachen wir noch auf um einen geeigneten Rastplatz für unser nächtliches Schlafen zu finden. Was sich als hoffnungslos ergab. Am Ende sind wir vieeel zu weit gefahren und kamen kurz vor Sonnenuntergang komplett erschöpft doch noch an unserem Lager an.

Kurzzusammenfassung: Was für unglaubliche Spritpreise hier. Was auch immer die Russen veranstalten – uns gefällt’s. Rekord: $1,77 ist gleich ~1€

LG Marie & Tina

13.01.2015 – Frei fallen dauert ganz schön lange!
13.01.2015 – Frei fallen dauert ganz schön lange!
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